Berufsunfähigkeitsversicherung Rückkaufswert

Es wird grundsätzlich davon abgeraten, die Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen, insofern Ihnen kein besserer Vertrag vorliegt. Denn es gibt auch andere Möglichkeiten zur Überbrückung, wenn Sie sich die Beiträge nicht leisten können. So ist es bei manchen Versicherern möglich, die Beiträge zinslos zu stunden oder den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Zwar fallen in diesem Fall keine Beiträge an, dafür ist aber auch der Versicherungsschutz deutlich reduziert. Wenn Sie jedoch tatsächlich kündigen möchten, dann sollten Sie sich beim Versicherer erkundigen, ob er einen Rückkaufswert für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt oder im Leistungsfall eine niedrigere BU-Rente.

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Was auf den Rückkaufswert zur Berufsunfähigkeitsversicherung Einfluss nimmt

Wie der Name bereits erahnen lässt, gibt der Rückkaufswert der Berufsunfähigkeitsversicherung Aufschluss über den Wert dieser Versicherung an und sorgt dafür, dass der Versicherte diesen Wert ausgezahlt bekommt, wenn er kündigt. Jede Versicherung regelt individuell, wie hoch der Rückkaufswert ausfällt. Oft hängt es auch von den Vereinbarungen ab, die im Vertrag geregelt wurden. Außerdem nehmen auf den Rückkaufswert auch andere Faktoren Einfluss wie die Laufzeit der Versicherung oder eventuelle Kosten, die mit dem Rückkauf verbunden sind. Die exakte Summe kann Ihnen allerdings nur Ihr Anbieter errechnen.

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Nicht immer ein Rückkaufswert zur Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden

Manche Versicherte könnten bei der Kündigung ihres Vertrags auch leer ausgehen und keinen Rückkaufswert erhalten, wenn sie ihren Vertrag vor einigen Monaten oder Jahren abgeschlossen haben. Denn ihre Beiträge müssen zuerst die mit dem Vertrag anfallenden Kosten begleichen. Daher sollte die Höhe des Rückkaufswerts noch vor dem Beenden des Vertrags ermittelt werden. Denn sollte der Rückkaufswert der Berufsunfähigkeitsversicherung geringer als die Summe der bisher eingezahlten Beiträge sein, dann wäre eine Kündigung auf jeden Fall unwirtschaftlich.

Versicherungsvertragsgesetz
Teil 2 – Einzelne Versicherungszweige (§§ 100 – 208)
Kapitel 5 – Lebensversicherung (§§ 150 – 171)
㤠169
Rückkaufswert
(1) Wird eine Versicherung, die Versicherungsschutz für ein Risiko bietet, bei dem der Eintritt der Verpflichtung des Versicherers gewiss ist, durch Kündigung des Versicherungsnehmers oder durch Rücktritt oder Anfechtung des Versicherers aufgehoben, hat der Versicherer den Rückkaufswert zu zahlen.
(2) 1Der Rückkaufswert ist nur insoweit zu zahlen, als dieser die Leistung bei einem Versicherungsfall zum Zeitpunkt der Kündigung nicht übersteigt. 2Der danach nicht gezahlte Teil des Rückkaufswertes ist für eine prämienfreie Versicherung zu verwenden. 3Im Fall des Rücktrittes oder der Anfechtung ist der volle Rückkaufswert zu zahlen.
(3) 1Der Rückkaufswert ist das nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode berechnete Deckungskapital der Versicherung, bei einer Kündigung des Versicherungsverhältnisses jedoch mindestens der Betrag des Deckungskapitals, das sich bei gleichmäßiger Verteilung der angesetzten Abschluss- und Vertriebskosten auf die ersten fünf Vertragsjahre ergibt; die aufsichtsrechtlichen Regelungen über Höchstzillmersätze bleiben unberührt. 2Der Rückkaufswert und das Ausmaß, in dem er garantiert ist, sind dem Versicherungsnehmer vor Abgabe von dessen Vertragserklärung mitzuteilen; das Nähere regelt die Rechtsverordnung nach § 7 Abs. 2. 3Hat der Versicherer seinen Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, kann er für die Berechnung des Rückkaufswertes an Stelle des Deckungskapitals den in diesem Staat vergleichbaren anderen Bezugswert zu Grunde legen.
(4) 1Bei fondsgebundenen Versicherungen und anderen Versicherungen, die Leistungen der in § 124 Absatz 2 Satz 2 des Versicherungsaufsichtsgesetzes bezeichneten Art vorsehen, ist der Rückkaufswert nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik als Zeitwert der Versicherung zu berechnen, soweit nicht der Versicherer eine bestimmte Leistung garantiert; im Übrigen gilt Absatz 3. 2Die Grundsätze der Berechnung sind im Vertrag anzugeben.
(5) 1Der Versicherer ist zu einem Abzug von dem nach Absatz 3 oder 4 berechneten Betrag nur berechtigt, wenn er vereinbart, beziffert und angemessen ist. 2Die Vereinbarung eines Abzugs für noch nicht getilgte Abschluss- und Vertriebskosten ist unwirksam.
(6) 1Der Versicherer kann den nach Absatz 3 berechneten Betrag angemessen herabsetzen, soweit dies erforderlich ist, um eine Gefährdung der Belange der Versicherungsnehmer, insbesondere durch eine Gefährdung der dauernden Erfüllbarkeit der sich aus den Versicherungsverträgen ergebenden Verpflichtungen, auszuschließen. 2Die Herabsetzung ist jeweils auf ein Jahr befristet.
(7) Der Versicherer hat dem Versicherungsnehmer zusätzlich zu dem nach den Absätzen 3 bis 6 berechneten Betrag die diesem bereits zugeteilten Überschussanteile, soweit sie nicht bereits in dem Betrag nach den Absätzen 3 bis 6 enthalten sind, sowie den nach den jeweiligen Allgemeinen Versicherungsbedingungen für den Fall der Kündigung vorgesehenen Schlussüberschussanteil zu zahlen; § 153 Abs. 3 Satz 2 bleibt unberührt.“

Quelle dejure.org/gesetze/VVG/169.html

Wann die Versicherung den Rückkaufswert verweigern darf

Wenn sich die Versicherung weigern sollte, einen Rückkaufswert zur Berufsunfähigkeitsversicherung zu erstatten, dann müssen Sie einen Blick in die Vertragsbedingungen werfen. Denn der Rückkaufswert darf lediglich abgelehnt werden, wenn das vor dem Abschluss des Vertrags eindeutig festgehalten wurde. Aus diesem Grund sollten Sie als Versicherter auf jeden Fall prüfen, ob die Verweigerung des Rückkaufswerts im Vertrag geregelt wurde und somit auch rechtsgültig ist. Die besten BU Tarife für 35-jährige Versicherungsnehmer.

Ergebnis Programmierer BU Tarife laut DFSI
Rang Gesellschaft AVB Note Nettoprämie Bruttoprämie Prämie Note Finanzstärke Note Gesamtnote
1 WWK 1,5 89,18 181,99 1,25 1,25 1,33
2 Hannoversche 2 88,58 167,12 1,25 1 1,42
3 Allianz 1 149,19 177,61 2,38 1 1,46
4 Alte Leipziger 1 129,35 170,21 2 1,75 1,58
5 Axa 2 119,86 180,24 1,63 1,25 1,63
Condor 1 138,38 199,15 2,13 1,75 1,63
DBV 2 119,86 180,24 1,63 1,25 1,63
Interrisk 1,5 125,2 178,9 1,63 1,75 1,63
R+V 1,5 140,18 200,23 2,13 1,25 1,63
6 Zurich 1,5 122,68 191,69 1,75 1,75 1,67
7 CosmosDirekt 2,5 103,67 263,29 1,63 1 1,71
8 Barmenia 1,5 116,7 166,72 1,63 2,25 1,79
Continentale 2 116,3 116,3 1,38 2 1,79
HanseMerkur 1,5 92,68 162,59 1,13 2,75 1,79
9 Europa 2 110,41 184,02 1,63 2 1,88
10 Arag 1 133,8 133,8 1,75 3 1,92
12 LV 1871 1,5 153,09 283,5 2,88 1,75 2,04
13 Mannheimer 1,5 152,89 246,59 2,75 2 2,08
Württembergische 2,5 116,16 150,41 1,5 2,25 2,08
14 Volkswohl Bund 1,5 185,51 268,86 3,63 1,25 2,13
15 Die Bayerische 1 191,21 254,33 3,5 2 2,17
16 Ergo 2,5 167,53 201,84 2,88 1,25 2,21
17 Swiss Life 1,5 168,7 251,8 3,13 2,25 2,29
18 Heidelberger 1,5 149,1 213 2,5 3 2,33
Süddeutsche 2,5 145,8 213,57 2,5 2 2,33
19 Debeka 2,5 275,45 367,27 5,5 1 3

Rückkaufswert zur Berufsunfähigkeitsversicherung vertraglich regeln

Um auf eine Nummer sicherzugehen, sollten Sie ein Rückkaufsrecht schon vor dem Versicherungsbeginn mit dem Versicherer festlegen. Aber auch wenn der Rückkaufswert vertraglich geregelt wurde, sind Sie nicht zu 100 % vor finanziellen Verlusten geschützt. Denn in den Anfangsjahren ist dieser Wert sehr knapp bemessen. Daher müssen Sie in der Anfangszeit zuerst die anfallenden Kosten und Gebühren durch die Versicherungsbeiträge begleichen.

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